PEP®
„Man kann Zuversicht, Leichtigkeit und Humor gar nicht ernst genug nehmen.“
Dr. Michael Bohne
PEP® – Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie
Die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP®) ist ein wissenschaftlich fundierter Ansatz zur emotionalen Selbstregulation, der kognitive, emotionale und körperbezogene Wirkmechanismen miteinander verbindet. Entwickelt wurde PEP® im Jahr 2007 von Dr. Michael Bohne, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, auf der Basis moderner Erkenntnisse aus der Emotionspsychologie, der Neurobiologie und der psychotherapeutischen Wirkfaktorenforschung.
PEP® geht davon aus, dass belastende Gefühle, innere Spannungen und blockierende Denk- und Verhaltensmuster nicht isoliert auf kognitiver Ebene entstehen, sondern als komplexe Wechselwirkung zwischen emotionalem Erleben, körperlicher Aktivierung und mentaler Bewertung. Genau hier setzt der Ansatz an und ermöglicht eine gezielte Regulation emotionaler Prozesse unter Einbeziehung des Körpers (Embodiment).
Im Zentrum von PEP® steht die Aktivierung emotionaler Zustände in einem therapeutisch sicheren Rahmen, kombiniert mit spezifischen Selbstakzeptanz- und Selbstregulationsstrategien. Durch diese Kombination können emotionale Reaktionsmuster bewusst zugänglich gemacht und auf neurobiologischer Ebene neu verarbeitet werden. Der Wirkort der Methode liegt insbesondere im limbischen System sowie in der Regulation präfrontaler Kontrollprozesse, die für emotionale Steuerung, Selbstwirksamkeit und Entscheidungsfähigkeit relevant sind.
Ein zentrales Element von PEP® ist die Arbeit mit sogenannten kognitiven Lösungsblockaden – inneren Haltungen und emotionalen Verstrickungen, die Veränderungsprozesse unbewusst verhindern können. Durch gezielte Selbstakzeptanz-, Klärungs- und Vergebungsprozesse wird die emotionale Verarbeitung unterstützt und die natürliche Fähigkeit des Nervensystems zur Selbstregulation gestärkt.
Big Five Lösungsblockaden
In der therapeutischen Arbeit mit PEP® werden unter anderem die „Big Five Lösungsblockaden“ nach Dr. Michael Bohne einbezogen. Sie beschreiben typische emotionale und kognitive Muster, die persönliche Entwicklung und Handlungsfähigkeit einschränken können:
- Selbstvorwürfe
„Ich hätte mich besser vorbereiten müssen.“ - Fremdvorwürfe
„Ich habe den Eindruck, dass wichtige Unterstützung gefehlt hat.“ - Erwartungen an andere oder das Leben
„Das Leben müsste fairer zu mir sein.“ - Altersregressionen
„In bestimmten Situationen fühle ich mich wieder klein und hilflos.“ - Parafunktionale Loyalitäten
„Ich darf nicht glücklicher sein als Menschen, die mir nahestehen.“
Zudem unterstützt PEP® mit folgenden effektiven Methoden:
Kognitionskongruenztest (KKT)
Der Kognitionskongruenztest dient dazu, innere Widerstände sichtbar zu machen, die einer gewünschten Veränderung bislang im Weg standen. Dabei werden nicht nur bewusste Einwände, sondern auch unbewusste emotionale Blockaden erfasst, die Zielklarheit, Entscheidungsfähigkeit und therapeutische Entwicklung hemmen können.
Bestimmte Aussagen, Zielbilder oder innere Haltungen werden überprüft und über körperliche sowie emotionale Rückmeldungen gespiegelt. So zeigen sich innere Konflikte, Ambivalenzen oder ungesunde Loyalitäten, die bisher unbewusst wirksam waren.
Im therapeutischen Prozess werden diese inneren Spannungen nicht nur erkannt, sondern gezielt bearbeitet. Der KKT unterstützt dabei, blockierende innere Zustände zu regulieren und in eine stimmige, ressourcenorientierte Ausrichtung zu führen. Veränderung entsteht nicht durch Druck, sondern durch innere Kohärenz.
Selbstwerttraining mit PEP®
Das Selbstwerttraining nach Dr. Michael Bohne zielt darauf ab, selbstwertschwächende innere Überzeugungen bewusst zu machen und nachhaltig zu verändern. Im Fokus stehen tief verankerte Glaubenssätze und innere Bewertungen, die Selbstvertrauen, emotionale Sicherheit und Handlungsfähigkeit einschränken.
Im therapeutischen Rahmen werden diese sogenannten Selbstwert-Saboteure identifiziert und schrittweise bearbeitet. An ihre Stelle treten individuell stimmige Kraftsätze und stärkende innere Haltungen, die nicht nur kognitiv verstanden, sondern emotional integriert werden.
Ziel ist eine innere Stabilität, die auch unter Belastung trägt und langfristig wirksam bleibt.
PEP® zur Selbstregulation
PEP® vermittelt strukturierte Methoden zur emotionalen Selbstregulation, die im Rahmen der Therapie nachhaltig in den Alltag integriert werden können. Der Ansatz verbindet kognitive Orientierung mit körperbasierter Regulation und nutzt gezielt Embodiment als zentralen Wirkfaktor.
Zentrale Elemente sind das Umdeuten belastender Denk- und Gefühlsmuster (Reframing) sowie die Arbeit mit individuell stimmigen Kraftsätzen. Diese werden emotional verankert und können in herausfordernden Situationen bewusst aktiviert werden.
Ziel ist es, emotionale Zustände nicht nur zu verstehen, sondern sie selbstwirksam zu regulieren. PEP® stärkt die Fähigkeit, innere Balance aufzubauen, emotionale Sicherheit zu entwickeln und auch in belastenden Lebensphasen klar und handlungsfähig zu bleiben.